Am Anfang
war das Wort.
Es war zufrieden, es genügte sich.
Mit der Zeit schlich sich jedoch ein seltsames Gefühl ein, etwas wie Sehnsucht nach seinesgleichen.
Das Wort war geistreich.
Und so erdachte es sich eine Geschichte. Jetzt hatte es Gesellschaft, Ergänzung, und konnte sich mit seinesgleichen austauschen.
Es war glücklich.
Irgendwann bei einem ihrer Treffen kamen sie auf die Idee, dass es schön wäre, vielfältiger zu sein. Nun befand sich das Wort schon in gesetztem Alter und war auch ein wenig bequemer geworden.
„Was haltet ihr davon, eine Gestalt zu erschaffen, die uns mit Erzählungen erfreut?“
Dieser Vorschlag begeisterte alle Anwesenden.
„Oh ja! Es soll eine neue Art entstehen, ein Lebewesen! Weiblich, damit sie sich eigenständig weiter entwickeln kann. Sie wird intelligent sein, kraftvoll, witzig und erfinderisch. Sie soll eine angenehme Stimme haben, damit wir nie müde werden, ihr zuzuhören.“
„Also gut! Jedes von euch denkt sich in dieses Geschöpf, damit es von uns allen etwas hat.“
Die Erzählerin kam auf die Welt und machte von da an den Worten viel Freude.
Bis heute lebt das Erbe dieser Frau in uns fort. Aus diesem Grund fallen Menschen ständig neue Geschichten ein, die erzählt werden wollen...
Literatur
ist Nahrung für den Geist, Worte sind die Flügel unserer Gedanken und Träume.
Viele Stunden meines Lebens verbrachte ich mit Lesen und lernte dabei andere Welten kennen.
Diese schenkten mir Lachen, Mut, Hoffnung, Denkanstöße und neue Einsichten.
Keine Sekunde empfand ich als Vergeudung.
Dank all jenen, die ihre Vorstellungen niederschrieben und mir damit zugänglich machten.
Maria Eleftheria