Rezensionen zu

MARA und die Feder des Domai

 

Heike Schranner, Wuppertal November 2007

Habe schon mehr als 150 Frauenbücher gelesen, aber Ihr Buch Mara und die Feder des Domai war schon etwas Besonderes. Und das schreibe ich jetzt nicht nur, weil ich die Autorin umschmeicheln möchte, sondern weil ich einen ziemlich guten Vergleich zu anderen Büchern ziehen kann.

Ich wurde in eine Traumwelt versetzt, ohne dass diese verwirrend oder irreal erscheint. Ich hatte das Gefühl ein Teil des Buches zu sein. Ich konnte mich mit den Hauptpersonen identifizieren. Die beschriebenen Situationen und Umgebungen hatte ich vor meinen Augen, als wäre ich ebenfalls eine Hauptfigur in Ihrem Roman.

In ganzen 1 ½ Tagen hatte ich das Buch zu Ende gelesen. Keine Passage war langatmig. Und die 180 (oder 190?) Seiten musste ich in Rekordzeit verschlingen.

Ich bin überhaupt kein Freund von Science Fiction, aber man wurde einfach so in die Traumwelt von Mara entführt und hatte eigentlich gar nicht wahrgenommen, dass dies nur Phantasie war.

Eine sehr unterhaltsame Geschichte. Ich hoffe, es gibt noch einen zweiten Teil.

Grüße aus Wupper Valley

 

Lesbenringinfo Juli 2007

Stoner ist zurück und sie heißt Mara!

Nein, Mara rettet nicht am laufenden Band die ganze Welt und ihre Erlebnisse sind wesentlich stiller, aber immerhin kann sie genau wie ihre zu gewisser Berühmtheit gekommene Vorgängerin mühelos zwischen den Welten wechseln. Maria Eleftheria hat eine leise, poetische Geschichte geschrieben, die in der Tat Erinnerungen an die FrauenLesbenLiteratur der 80er Jahre wach ruft.

Mara will Krankenschwester werden und dazu gehört ein Praktikum in einer Psychiatrischen Einrichtung. An ihrem ersten Tag in der Klinik trifft sie Eva, die bald eine enge Freundin Maras wird und die Gärtnerin, eine geheimnisumwitterte Patientin, die nur zu Mara Kontakt aufnimmt. Diese Patientin, der Mara den Namen Mystiria gegeben hat, ist eine Wanderin zwischen den Welten. Sie ermöglicht Mara das überschreiten der Grenze, wo die junge Frau auf eine glückliche, sich telepatisch verständigende matriarchale Frauenkultur trifft, die sich parthenogenetisch fortpflanzen kann. Zumindest konnte sie das lange Zeit, doch dann löste ein Komet einen Gendefekt aus und schon erblickte der erste Sohn das Licht der Welt. Nun hatte der Sohn leider nicht alle Gaben, mit denen seine Schwestern ausgestattet waren, und musste dies so gut es ging kompensieren. Schließlich fand er eine Frau, zeugte ein Kind und zog weg von der Gemeinschaft und damit begann die Geschichte der Menschen - ohne Parthenogenese und Gedanken laut aussprechend. Mara erhält in der Frauenwelt Hilfe, um ihre Missbrauchserfahrungen zu erinnern und aufzuarbeiten und natürlich verliebt sie sich und es gibt ausgesprochen erotische Szenen.

Im Hier und Jetzt lernt Mara endlich echte, lebendige Lesben kennen, die einen alten Bauernhof ausgebaut haben und eine Notunterkunft für Frauen unterhalten.Mara beginnt auf dem Hof zu reiten und findet einen Weg, hinab in ihre eigene Gefühlswelt zu steigen. Am Ende der Geschichte steht der Abschied Maras von der alten Frauenzivilisation und der Beginn einer neuen (Liebes)geschichte Maras mit der durch und durch realen Marie.

Maria Eleftherias Roman ist ein Märchen, das zum Träumen einlädt. Geschrieben in einfacher Sprache, die klare, leuchtende Bilder entstehen lässt. Erschienen ist das Buch im Selbstverlag, als wunderschönes Ergebnis eines kreativen Lesbennetzes um die Autorin.

gelesen von Elke Heinicke

 

01.11.2006 von Kathrin

Liebe Maria Eleftheria,

Ihr Buch "Mara und die Feder des Domai" und auch die Geschichte "Die Jägerin" haben mich sehr begeistert!

Mein Name ist Kathrin, ich bin 24 Jahre alt und habe mich selbst schon öfter im Schreiben versucht, doch bis auf ein paar wenige erotische Kurzgeschichten habe ich noch nichts Längeres beenden können.

Ihr Buch "Mara" hat mich sehr bewegt und es war für mich spannend, Maras Welt zu entdecken und mich dort hineinzufühlen. Mich interessiert - wenn ich eine so persönliche Frage stellen darf - ob Sie sich mit jemandem aus Ihrem Buch identifiziert haben, und wenn ja, mit wem.

Es mag vielleicht unglaublich klingen, aber an manchen Passagen kam es mir so vor, als hätten Sie Dinge geschrieben, die ich in meinem tiefsten Inneren genauso fühle und artikulieren würde.

 

18.01.2006 von Ulrike N.

Guten Morgen,

ich mag ihr Buch sehr, es ist schön, dass sie es geschrieben haben. Weiterhin viel Freude und Schaffenskraft.

 

September 2005 WeibzuWeib

Mara und die Feder des Domain ist eines der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe und das waren schätzungsweise an die 100.

Eine ausnehmend unterhaltsame Geschichte über die Realität, die innersten Gedanken und die Träume der mit beiden Beinen im Leben stehenden jungen Krankenschwester Mara, die durch ein Praktikum in einer Psychiatrischen Klinik nicht nur die unterschiedlichsten Erfahrungen für ihr berufliches Leben sammelt, sondern auch über sich selbst, ihre Gefühle, ihre Vergangenheit, über Freundschaft und Liebe vieles erfährt und lernt.

Die Leserinnen und Leser werden sanft in die Traumwelt der Mara entführt, ohne das diese verwirrend oder irreal erscheint. So entsteht stets das Gefühl, sich mit der Hauptfigur des Buches identifizieren zu können. Passagen, die langatmig erscheinen, gibt es in diesem Buch nicht. Sie werden es, wie ich, nicht weglegen können, bevor sie es zu Ende gelesen haben, was bei einem Umfang von 190 Seiten kein Problem sein dürfte.

 

08.11.2004 Michaela aus Wien

Habe Ihr Buch letzte Woche erhalten und in einem durch gelesen - war viel zu kurz, hätte noch Stunden weiterlesen können, aber nach 3 Stunden war es vorbei - und wohlgemerkt: ich hab noch nie ein Buch auf einmal ausgelesen - also alle Achtung, war echt toll geschrieben - ich hoffe auch, einmal so etwas tolles zu schreiben und dann auch noch vermarkten zu können.

 

31.10.2004 Beate aus der Schweiz

Mein Kompliment, dein Buch gefällt mir sehr gut. Ich habe mich in der Geschichte wohl gefühlt und es war, einmal damit begonnen schwierig, es zwischendurch weg zu legen, wenn die Pflicht gerufen hat oder wenn es schon viel zu kalt draussen war. Du hast sehr viele Frauenthemen geschickt verpackt. Warum ich mich bei den Passagen mit Artäa stets in den kretischen Bergen glaubte...vielleicht weil ich gerne in diese Welt abtauche und vielleicht auch, weil das mein persönlicher Freiheitsraum ist. Nachempfinden kann ich vieles, denn ich bin vor rund 14 Jahren mit meinen beiden Kindern ins Frauenhaus geflüchtet.Mit Themen wie Kindsmissbrauch und Männergewalt kenn ich mich aus.

Ich mag dein Buch besonders, weil es eine sehr positive Ausstrahlung hat. Es gibt ja schliesslich auch ein Leben neben diesen heavy Themen. Gerne werde ich helfen, dein Buch noch bekannter zu machen. Worte und Geschichten sind nach wie vor wichtig in einem Frauenleben, könne das Selbstbewusstsein stärken und Veränderungen auslösen. Ich hoffe aber auch, dass du weiter schreibst. Du triffst es sehr gut, mit deiner Sprache einen in andere Welten zu entführen.

 

17.06.2004 Lesbenstern von Daggi und Margit

Ein Buch zwischen Realität und Traum, auf das frau sich einlassen können muss. Mara, angehende Krankenschwester, absolviert ein klinisches Praktikum in der Psychiatrie. Ihre anfänglichen Bedenken, ob sie den Anforderungen gewachsen sein wird, die Erleichterung, in Eva nicht nur eine nette Kollegin sondern auch eine gute Freundin gefunden zu haben, werden nachvollziehbar geschildert. Dann erscheint die sogenannte "Gärtnerin", eine geheimnisvolle Gestalt, die bei Mara ein Kribbeln zwischen den Schulterblättern auslöst.

Kurz nach dieser Begegnung beginnen Maras Träume von einer idealen, frauenbestimmten Welt, in die Artäa sie einführt und fortan begleitet. Diese ständig wiederkehrenden Träume (wirklich nur Träume?) lassen Mara mehr und mehr zu sich selbst finden und helfen letztendlich den erlebten sexuellen Missbrauch, den sie bisher verdrängte, zu verarbeiten und offen zu sein für ihre große Liebe. Bei "realitätsnahen" Leserinnen mag die zunehmende Konfrontation mit mystischen Inhalten eine gewisse Abwehr auslösen, wie bei mir... Wer jedoch für diese Thematik empfänglich ist (wie Daggi), erhält ein spannendes, phantasievoll geschriebenes, außergewöhnliches Buch, das einen in den Bann zieht und auch noch nach dem Lesen gedanklich nicht so schnell los lässt.

 

17.02.2004 von Sappholina

Selbstverwirklichung, Freundschaft, Hoffnung und Liebe. Themen, die sich auch täglich in den Sappholina Kontaktanzeigen finden - ganz offensichtlich Elemente menschlicher Grundbedürfnisse. Nicht nur bei Lesben.

Mara, die Protagonistin, tritt ein Praktikum in einer psychiatrischen Klinik an. Eine Tätigkeit, die ihr nicht nur neue Kontakte, sondern auch eine Fülle neuer Eindrücke beschert. Die Begegnung mit einer mysteriösen Frau lässt sie eintauchen in eine phantastische Traumwelt uralter, weiblicher Zivilisation. Mit Hilfe der positiven und intensiven Kontakte in der Anderswelt findet sie zu ihrer eigenen Gefühlswelt, entdeckt Vergangenes, Verborgenes, das sie nun endlich bewältigen kann.

Ein Buch auch über Coming Out im besten Sinne, über das schöne, harmonische Lesbenleben, den Einklang von Mensch und Natur, über Perspektiven, Lebensgestaltung und Phantasie.

Inspiriert wurde die Autorin vom archaischen Ambiente auf der griechischen Insel Kreta, wohin sie sich nach 20 Jahren Großstadtleben in Berlin mit Gefährtin und Tieren zurückgezogen hat.

 

14.02.2004 Dyke World Beurteilung von Heaven:

Inhalt:

Mara, eine junge Frau in der Ausbildung zur Krankenschwester, macht ein Praktikum in einer Klinik für psychisch kranke Menschen. Im Rahmen dieses Praktikums lernt sie unter anderem auch die dort lebende mysteriöse "Gärtnerin" kennen, die ihr hilft, nach und nach einen Weg zum eigenen Ich zu finden, sich und ihre zum Teil schwere Vergangenheit anzunehmen.

Bewertung:

Maria Eleftherias Buch "Mara und die Feder des Domai" ist eine Mischung aus realistischer Erzählung und feministisch-matriarchaler Fantasy. Neben den Tagesabläufen in der Klinik, die bis auf den Buchbeginn erfreulicherweise kurz gehalten sind, werden immer wieder Maras Träume geschildert, in denen sie in eine zeitlose Frauenkultur eintaucht. Die Geschichten um diese Frauen, zusammenlebend ohne Macht- und Herrschaftsansprüche, baut Maria Eleftheria schlüssig auf und bringt vieles an matriarchalen Theorien und Wunschträumen unter, ohne dabei belehrend oder langweilig zu wirken. Durch eine bildreiche Sprache gelingt der Autorin immer wieder die Verknüpfung dieses (traumhaften) Märchenteils mit dem realistischen Teil des Buches, in dem Mara neben dem Coming Out nach außen eine der Leserin recht schnell deutlich werdende Missbrauchsgeschichte zu erinnern und zu bewältigen hat.

Die Stärken des Buches liegen eindeutig im Mittel- und Schlussteil, während der Anfang der Erzählung mit allen möglichen (und für die Handlung unnötigen) Details mühsam erscheint. Ein wenig kam bei mir der Eindruck auf, zwei verschiedene Bücher zu lesen: eines, das auf einen 500-Seiten-Wälzer hinausläuft, in dem jedes Blatt an jedem Baum ausführlich beschrieben wird, ohne damit einen bestimmten Erzählzweck zu verfolgen, und eines, das der vorliegenden Seitenzahl angemessen und sprachlich-inhaltlich ohne Längen erscheint.

Gerade in einem solchen Fall wäre für die Stringenz der Erzählung ein starkes Lektorat unerlässlich gewesen, das allerdings Diana P. Bailey im vorliegenden Buch leider nicht hat leisten können. Neben diversen Interpunktions- und Ausdrucksfehlern im ersten Teil und der nicht erfolgten Kürzung eben desselben wäre auch eine Überprüfung der handelnden Figuren (insbesondere Mara) auf Plausibilität und Authentizität der Darstellung wünschenswert gewesen.

Abgesehen von diesen Lektoratsmängeln stellt das Buch eine gute Lektüre mit einigen Anregungen für die geneigte Leserin dar. Insbesondere ein wunderbar poetischer Beginn des Kapitels "Der Wind" (S. 124) und eine hinreißende Diskussion über Sinn und Zweck des Bungee Jumpings (im Buch heißt das Bungie Jumping und findet sich auf den Seiten 97 und 98) sind bemerkenswert. Die Theorien und Interpretationen der Autorin zur geschichtlichen Entwicklung unserer heutigen (Parallel-)Kultur aus dieser matriarchalen Frauenkultur heraus sind zum Teil mit viel Witz und Phantasie geschrieben (z.B. die "wahre Geschichte" der Circe) und machen das Buch trotz der zuvor genannten Schwächen lesenswert!

© heaven

 

01.02.2004 von Lesarion Beurteilung von Miriam:

e-mail: miriam@lesarion.de

Eines der wenigen Bücher im Selbstverlag, die ich kenne, bei dem sich das Kaufen lohnt - für Fantasy-Fans zumindest. Die Autorin schafft es, die Traumwelt mit der realen Welt nahtlos zu verknüpfen. Mit deutlichen Auswirkungen auf Maras "reales" Leben, aber zum Glück ohne überflüssige - in solchen Fällen oft verwendete - Dramatik. Mara macht durch ihre Traumwelt eine große Entwicklung durch, die in der "realen" Welt durch eine neue Freundin und deren Umfeld hervorragend ergänzt und unterstützt wird. So findet sie zu sich selbst, wird wieder eins mit sich. - Schön erzählt!

 

Covergestaltung: Sajiyl-Arts... zu ausführlichen Leseproben

 

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